kolumne_swDer vermutliche Anschlag von Berlin hat auch uns fassungslos gemacht. Mindestens 12 Menschen sind gestorben, dutzende weitere sind verletzt.

Was treibt einen Menschen zu einer solch grausamen Tat? In aller erster Linie der Hass auf Menschlichkeit. Es sind genau solche Taten und Menschen, vor denen die, die bei uns Schutz suchen, geflohen sind.

Berlin zeigt aber auch einmal mehr, dass sich Populisten und rechte Hetzer nicht zu schade sind, schon wenige Minuten nach der Tat Leichenfledderei zu betreiben und auf dem Rücken der Opfer und all derer, die jetzt in Sippenhaft genommen werden, ihre Ideologie unter das Volk zu streuen und den Hass noch tiefer zu verwurzeln. Das alles für ein paar Stimmen mehr bei der nächsten Wahl. Aus diesem Grund werden wir reißerische Beiträge unter dieser Veröffentlichung kommentarlos löschen.

Wir bitten euch: Fallt nicht auf die billigen Tricks dieser Leute rein. Teilt nicht ihre Beiträge auf Facebook und Twitter, verfallt nicht in Hysterie oder Schockstarre. Vielmehr geht es nun wieder darum, in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer zu sein und auch denen beizustehen, die nicht direkt davon betroffen, vielleicht aber durch diese Tat tief verunsichert worden sind. Auch denen sollten wir jetzt beistehen, die nun von wem auch immer unter Generalverdachte gestellt werden, die mit dem Attentäter aber genauso wenig zu tun hatten, wie der Cottbuser Christ mit Anders Breivik. Nehmen wir uns ein Beispiel an Norwegen: Einen Tag nach Breivik kam das Land zusammen und beschwor die Menschlichkeit.

Denn das, was wir jetzt am dringendsten brauchen, ist genau das: Zusammenhalt und Menschlichkeit.

#PrayForBerlin

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