Selbstverständlich…

Handgehaten… Als frisch gebackene Mutter fühle ich mich gerade glücklich und stolz, genieße jede Sekunde, die ich mit meinem kleinen Mädchen verbringen kann.
Ich kuschel und küsse sie und vergesse Raum und Zeit.

Es ist für mich normal und selbstverständlich, dieses Glück zu genießen. Doch

dann kommen in mir Gedanken auf, wie es anderen Müttern geht, die nicht Raum und Zeit vergessen können, so wie ich.
Ihr Leben ist von Angst und Schrecken gezeichnet.

Meine Gedanken kreisen, wie ich mich fühlen würde, welche Angst mit mir wäre.

Was ist mit der medizinischen Versorgung während der Geburt oder nach der Geburt. Wird mein Kind jemals was anderes sehen, als Krieg und Zerstörung?
Werde ich es gut umsorgen können, immer genug zu Essen und zu trinken haben?
Wird mein Kind glücklich sein, kann es unbeschwert seine Kindheit erleben und
wird mein Kind diesen Krieg überhaupt überleben?

Ich könnte weiter nachdenken, noch mehr würde mir einfallen, doch mir stehen die Tränen in den Augen.

In der Zeit, wo ich mein kleines Mädchen liebkose, trauert eine Mutter um ihr verlorenes Kind.

Für mich ist es selbstverständlich, dass es meinen Kindern gut geht und ich mein kleines Mädchen im Arm halten kann, ohne Ängste zu haben.

Ich schäme mich für diesen Luxus irgendwie, da es so selbstverständlich ist, dass man darüber doch gar nicht mehr nachdenkt, was man jeden Tag genießen darf.
Doch es gibt diese Art Menschen, die mit allem unzufrieden sind, die sich immer benachteiligt fühlen oder Angst haben, ihnen würde etwas genommen werden.
Wenn ich Bilder sehe, wo Kinder mit ihren großen Kulleraugen, die verloren und voller Angst in die Kamera sehen, dann berührt es mich zutiefst und macht mich unendlich traurig.
Doch es macht mich auch wütend, über all diejenigen, denen es egal ist. Die mit Hass und Wut Flüchtlingen gegenüber treten und alle als kriminell und bösartig sehen.
Es macht mich wütend, dass aus Protest die AFD gewählt wird.

Ich habe einen Film gesehen, den ich gerne mit euch teilen möchte, denn er hat mich bewegt, diese Zeilen hier nieder zu schreiben und hoffe, dass ich den ein oder anderen zum nachdenken anregen konnte.

Danke, Steffi.

 

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *