Toleranzpreis 2017

24059524_1248692061899164_7950427992877929754_oZwei Jahre nachdem wir selbst als Nominierte und Preisträger beim Cottbuser Toleranzpreis dabei waren, fand dieser auch in diesem Jahr wieder statt. Auch diesmal mangelte es nicht an kreativen Ideen und Projekten rund um Toleranz und Vielfalt. Gerade uns als ehemalige Teilnehmer freut es ganz besonders, dass es kontinuierlich Menschen gibt, die sich gegen Rassismus und Homophobie stellen und die zeigen, dass unsere Stadt nicht dem Wahlergebnis vom September entspricht, in der die AfD stärkste Kraft wurde.
Umrahmt wurden die Projektpräsentationen von der Band des Cottbuser Konservatoriums und namhaften Rednern aus Politik, Wirtschaft und Kunst.
Die 8 vorgestellten Projekte hätten es allesamt verdient gehabt, einen Preis zu bekommen, denn man sah jeder Vorstellung die Leidenschaft der meist jugendlichen Teilnehmer an.
Am Ende standen dann aber die drei Gewinner fest:

1. Platz mit 800 Euro:
Paritätische Landesverband: „Begegnung im Stadtteil“ mit Sprechcafés in Sachsendorf, Sandow und Mitte
Diese Treffs verbinden Menschen aus vielen Nationen auf einfache Art und Weise: Sprache lernen, Freunde finden und Stadt erleben.
Das ganze findet zudem drei Mal wöchentlich statt und ist somit eine kontinuierliche Basis für Integration.

2. Platz mit 500 Euro:
Literatur- und die Cottbuser Tanzwerkstatt mit „Sahra – Sechs Stolpersteine“
Das ungewöhnliche Projekt stellt den Bezug von emotionalem Tanz und Stolpersteinen dar. Dabei wird mit Tanz den Menschen gedacht, die während des Nazi-Regimes mit Gewalt aus ihrem Leben gerissen, verschleppt, getötet oder zu Selbstmord gezwungen wurden. So ungewöhnlich diese Kombination war, so beeindruckend war die Präsentation.

3. Platz mit 300 Euro:
„interTWINed“-Theaterfestivals und dem Stück „KRG“
Dieses Theaterstück, wenn man die Vokale „I“ und „E“ hinzufügt „KRIEG“ gesprochen wird, drehte den Spieß um. In Europa sind faschistische Diktaturen an die Macht gekommen und die Menschen müssen vor Verfolgung und Krieg aus Europa fliehen. Angesiedelt ist es in einem ägyptischen Flüchtlingslager und beschäftigt sich mit beiden Seiten, den eropäischen Flüchtlingen und den einheimischen Ägyptern. Eine Idee, die zum Nachdenken anregt und wunderbar umgesetzt wurde.

Glückwunsch an alle Preisträger und wir hoffen, dass 2019 auch wieder viele Projekte eingereicht werden. Die Zeiten benötigen einen Preis wie diesen, hierfür einen Dank an den Förderverein Cottbuser Aufbruch.

 

 

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