Politik

Wählen gehen!

kolumne_wahlAn diesem Wochenende haben wir wieder die Qual der Wahl und alle stöhnen „Wen soll ich denn wählen?“, „Die machen doch eh alle das gleiche, denken nur an sich und Ihre Ämter.“, „Ändern wird sich doch eh nix!“… Aber genau das haben wir doch in der Hand!

Wenn man sich nur ein wenig mit den zu wählenden Politikern beschäftigt, wird man schnell rausfinden, ob dieser engagiert ist, sich für seine Menschen im Wahlkreis einsetzt oder einfach nur leere Reden schwingt. Auch sollte man schauen, ob man seine Ansprüche an die zu wählenden Parteien und Kandidaten zu hoch gesetzt hat. So wird es wohl nie eine Partei geben, die alle Wünsche erfüllen kann. Vielleicht hilft es ja, sich Punkte rauszusuchen und zu sagen „Das kann ich mir vorstellen“, „Das ist ein guter Anfang“. Oder man schaut danach, was einem eventuell total widerstrebt und weiß so ganz schnell, wen man zumindest nicht wählen möchte.

Wer also kompromissbereit ist und den demokratischen Prozess der Wahl nicht den Antidemokraten überlassen möchte, der entscheidet sich am Sonntag zur Wahl zu gehen und seine Stimme abzugeben. Denn wer nicht wählen geht, muss die akzeptieren, die von anderen gewählt wurden.

Wer noch immer unschlüssig ist – wir haben euch zwei Entscheidungshilfen dazu gepackt, probierts doch einfach aus:
https://kandidatencheck.abgeordnetenwatch.de/bundestag
https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

Waldorfschüler kämpfen gegen die Abschiebung von für Mitschülern

Sehr beeindruckend! Die Schüler der Waldorfschule Cottbus setzen sich für ihre Mitschüler ein, den die Abschiebung droht.
Mit Geld und verschiedenen Aktionen wollen sie die Abschiebung verhindern – Wir hoffen ihr habt Erfolg mit dieser couragierten Aktion!

Bevor nun aber wieder unsere strammdeutschen Mitleser kommentieren, ohne den ganzen Artikel gelesen zu haben. Die 3 afghanischen Schüler sind in der Schule voll integriert und hier stellt sich einfach die Frage ob man wahllos abschieben soll, wenn diese Menschen sich in unsere Gesellschaft integriert haben, zur Schule gehen, Berufe lernen, studieren oder Arbeiten.
Davon mal abgesehen, dass Afghanistan alles andere sicher ist.

 

Hier der Artikel in der LR:

http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Cottbuser-Schueler-stehen-fuer-Fluechtlinge-ein;art1049,5882563?utm_content=buffer91f9a&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

EGMR-Urteil – Muslimas müssen zum Schwimmunterricht

Etwas untergegangen im Tenor des nächtlichen Naziaufmarsches und der sexuellen Belästigung einer Frau hier in Cottbus, ist das Urteil des europäischen Menschenrechtsgerichtshofes. Muslimische Eltern dürfen ihre Töchter nicht mehr im Namen der Religion vom Schwimmunterricht fern halten.Das klingt im ersten Moment recht unspektakulär, aber es hat eine große Signalwirkung auf die soziale Integration von Menschen ausländischer Herkunft.

Mit diesem Urteil wird speziell den Kindern die Integration vereinfacht, können sie doch nicht frei entscheiden. Grundsätzlich sollte die freie Religionsausübung nicht über dem Bildungs- und Erziehungsauftrag in den Schulen stehen, denn sonst erschaffen wir Parallelkulturen die jegliche Integration verhindern. Kompromisse sind hierbei immer notwendig und stehen dabei nicht im Gegensatz zur Glaubensfreiheit.

Hier der Artikel zum Urteil:
https://www.tagesschau.de/ausland/egmr-schwimmunterricht-muslime-101.html

Das Prinzip der Penetranz

Das Prinzip der Penetranz – So kommt man politisch zum Erfolg. Man muss ein Argument oft genug wiederholen, damit man es durchsetzten kann. Ein interessanter Blick des Soziologen Rainer Paris, auf die Rhetorik populistischer Politiker.

Mit Wiederholungen zum Erfolg – Das Prinzip Penetranz In der politischen Rhetorik siegt nicht derjenige, der die besseren Argumente hat, meint der Soziologe Rainer Paris. Sondern derjenige, der sich am besten gegen fremde Argumente abschottet und auf unermüdliche Wiederholung der eigenen setzt.