SO GEHTS!

Waldorfschüler kämpfen gegen die Abschiebung von für Mitschülern

Sehr beeindruckend! Die Schüler der Waldorfschule Cottbus setzen sich für ihre Mitschüler ein, den die Abschiebung droht.
Mit Geld und verschiedenen Aktionen wollen sie die Abschiebung verhindern – Wir hoffen ihr habt Erfolg mit dieser couragierten Aktion!

Bevor nun aber wieder unsere strammdeutschen Mitleser kommentieren, ohne den ganzen Artikel gelesen zu haben. Die 3 afghanischen Schüler sind in der Schule voll integriert und hier stellt sich einfach die Frage ob man wahllos abschieben soll, wenn diese Menschen sich in unsere Gesellschaft integriert haben, zur Schule gehen, Berufe lernen, studieren oder Arbeiten.
Davon mal abgesehen, dass Afghanistan alles andere sicher ist.

 

Hier der Artikel in der LR:

http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Cottbuser-Schueler-stehen-fuer-Fluechtlinge-ein;art1049,5882563?utm_content=buffer91f9a&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Cottbus bekennt Farbe – Eine Nachlese

Wie heißt es im Silvesterklassiker „Dinner for one“ so schön: Same procedure as every year. Der 15. Februar ist für Cottbus ein Tag, der seit vielen Jahren mehrere Funktionen erfüllt: Einerseits gedenken wir den Opfern der Bombardierung der Stadt während des Zweiten Weltkrieges. Andererseits nutzen wir den Tag, um unser Versprechen zu erneuern, dass so etwas nie wieder passieren wird. Aber in diesem Jahr war etwas anders. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat die NPD den Tag nicht für die Darbietung ihres verschrobenen Verständnisses der deutschen Geschichte instrumentalisiert. Ein Sieg der demokratischen Bündnisse, quer durch alle Schichten der Gesellschaft.
 
Man kann sich darüber streiten, aber aus meiner Sicht war das in den Demozügen spürbar. Die teilnehmenden Leute waren gelassen, es wurde getanzt und gefeiert, gleichzeitig aber auch gemahnt. Wieder einmal muss ich sagen: Ich bin stolz auf unser gemeinsames Cottbus. Natürlich gab es Leute die nicht verstanden haben, worum es eigentlich ging. Dass die Demonstration eben nicht in erster Linie dem Gedenken galt, sondern dass wir Cottbus zu einem Gebiet erklärt haben, in dem alle Platz haben und nebeneinander statt gegeneinander leben können. Dass es den ganzen Tag über im kompletten Stadtgebiet Veranstaltungen gab, deren Zweck eben jenes Erinnern war. Dazu erreichte uns beispielsweise ein kurzer Bericht der Veranstaltung in Schmellwitz:
 
„Der Muckeplatz in Schmellwitz ist heute Schauplatz des Gedenkens, gleichzeitig aber auch verschiedenster Aktionen gegen rassistische Umtriebe geworden. Rund 30 Leute waren mit dabei. Besonders beeindruckt haben mich die Schüler des Humboldt-Gymnasium, die mit Hilfe eines „PoetrySlams“ viele zum Nachdenken angeregt haben. Außerdem stellten sich Schüler vor, die sich im Projekt Schule ohne Rassismus engagieren, indem sie viele Aktionen zu Themen wie Toleranz, Akzeptanz und Flüchtlingshilfe veranstalten. Danach gab es zu diesem Thema noch eine Ausstellung im Kulturladen, bevor es dann in die Innenstadt zu den Demonstrationen ging.“
 
Ja, auch uns erreichten Berichte, Schüler wären zum Demonstrieren gezwungen worden. Abgesehen davon, dass die Demo nach Schulschluss stattfand: Auch auf Nachfrage konnte uns keiner eine dieser Schulen nennen, in denen Schüler gezwungen worden wären. Das spricht erst einmal für sich.
Was hängen bleiben muss von diesem 15. Februar ist folgendes: Wir sind nicht allein. Wir propagieren Zusammenhalt statt Hass. Wir können etwas bewirken, wenn wir denn nur wollen. Gemeinsam. Danke dafür <3

Gleichgescghlechtliche Paare – Ab heute ist das Ja-Wort in der Kirche möglich

Ab heute ist das Ja-Wort in der Kirche möglich | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg „Die Evangelische Kirche ist einen großen Schritt gegangen – sie ist damit weiter als der deutsche Staat“ –  lobte der Lesben- und Schwulenverband im April. Denn: Homosexuelle können ab Freitag in Berlin und Brandenburg auch … Source: www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/07/evangelische-kirche-homo-ehen-1-juli.html   mehr →






Sommerfest von FluMiCo in der Zuschka

Wir haben die Einladung von FluMiCo gern angenommen und heute spontan das Interkulturelle Sommerfest in Schmellwitz besucht. Es sollte dazu dienen, dass sich die Anwohner kennenlernen und so vorhandene Vorurteile abgebaut werden. Eine schöne Idee wie wir finden, gerade angesichts der leider unschönen Vorfälle der vergangen Zeit in diesem Stadtteil.
Leider fanden nur wenige der umliegenden, alteingesessenen Anwohner den Weg zum Fest. Gute Stimmung haben wir trotzdem vorgefunden und möchten euch mit nachfolgendem Video ein paar Impressionen vermitteln.

Einzigst unschöne Begegnung fand auf dem nahegelegenen Spielplatz statt. Dort wurden wir Zeuge, wie sich ein scheinbar wenig begeisterter Anwohner mit folgenden Worten Luft machte:
“ Wenn ich doch jetzt nur 5-6 Granaten hätte “

Fazit: Es wartet noch eine Menge Arbeit auf die durchaus engagierten Bündnisse und Vereine in und um Cottbus, denn auch solche Menschen müssen mitgenommen werden, nur so kann Integration wirklich funktionieren.

Der Link zu den Kollegen:
https://www.facebook.com/flumico/?fref=ts

So gehts!

Lieber Leute,

an dieser Stelle möchten wir Euch eine Veranstaltung am Samstag ans Herz legen:

Die Demonstration „Lieber bunt statt braun“ des neuen Bündnisses Laut für den Spreewald.

Warum? Dafür gibt es mehrere Gründe:

Einerseits sind wir sehr froh darüber, dass die fremdenfeindlichen Proteste in Cottbus abgeebbt sind. So hat die NPD auf ihrer letzten Demo im März gerade einmal rund 40 Leute auf die Straße bekommen, am 15. Februar sah es ähnlich aus. Wir warnen aber ausdrücklich davor, daraus einen Rückschluss auf die Stimmung in der Bevölkerung ziehen zu wollen.

Für unseren zweiten Beweggrund müssen wir etwas ausholen. Auslöser für die Demonstration am Samstag sind mehrere Demonstrationen eines rechtsoffenen Vereins mit dem Namen Zukunft Heimat. Auf diesen Demos mischen sich relativ regelmäßig harte Neonazis und ehemalige Mitglieder oder Sympathisanten der zu Recht verbotenen Spreelichter mit normalen Bürgern, denen scheinbar egal ist mir wem sie auf die Straße gehen. Auf einer der Demos die wir selbst miterlebt haben wurden Journalisten bepöbelt und bedroht, ein Demonstrant trug ein Schild spazieren auf dem ein Bild der Nürnberger Prozesse zu sehen war – in dieser Version allerdings saß Angela Merkel auf der Anklagebank. Als die Polizei den Mann festsetzte, wurde ihm aus der Menge heraus applaudiert. Das sind nur ein paar unserer Beobachtungen, die Liste ließe sich fortsetzen, mal ganz abgesehen von einer inhaltlichen Analyse der nur schwer zu ertragenden Reden.

Von uns gibt es also eine klare Empfehlung für die Veranstaltung.

Näheres dazu findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/1713800615522503/

Näheres zu der Gruppe an sich gibt es hier: https://www.facebook.com/Laut-f%C3%BCr-den-Spreewald-553373871511721/

Stadtrallye für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

So gehts!Am Samstag fand in Cottbus eine Stadtrallye für unbegleitete minderjährige Geflüchtete statt. Diese wurde organisiert von zwei ehrenamtlichen Helfern der Jugendhilfe Cottbus.

51 Jungs aller Träger, welche unbegleitete minderjährige Geflüchtete aufnehmen, nahmen daran Teil und werden den Tag so schnell nicht vergessen: sie absolvierten 7 Stationen innerhalb der Stadt und lösten knifflige Aufgaben, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Sie trugen am Piccolo beispielsweise die erste Strophe des Erlkönigs vor oder fragten in der Tourismusinformation nach Fakten über Cottbus. Es gab sehr positive Resonanzen auf diese Aktionen und viele Cottbuser haben engagiert mitgeholfen. Im Chekov konnten die Jungs dann ihre Talente im beatboxen ausleben und das war bombastisch.

Vielen Dank an Aileen Schulze, für diesen schönen Bericht. Wir finden, solche Aktionen sind ein wichtiger Baustein zur Integration. Ihr habt gezeigt, dass in Cottbus tolerant und weltoffen ist.