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The island of all together

Jeden Sommer reisen tausende europäische Touristen auf die Insel Lesbos um dort ihre Ferien zu genieβen. Letzten Sommer war noch eine andere Gruppe Menschen dort: viele syrische und afghanische Flüchtlinge kamen in Gummibooten aus der Türkei an und erreichten so die Europäische Union.
Filmemacher Philip Brink und Marieke van der Velden haben eine Situation geschaffen, in der diese Menschen sich begegnen konnten. Auf einer Parkbank oder mit Aussicht über das Meer sprachen Syrer und Europäer über ihr Zuhause, den Krieg, die Ehe, Autos und Haustiere. Höre Dir ihre Gespräche in diesem 23-minütigen Dokumentarfilm an.

Koran- oder Bibelverse?

Anhand von wenigen Koranversen, wird der Islam als homphob, frauenfeindlich und radikal gegenüber Andersgläubigen dargestellt. Aber unterscheidet sich der Islam dabei so stark vom Christentum? Niederländische Youtuber haben Passanten Verse vorlesen lassen, die Frage ist dabei nur, sind es Koran- oder Bibelverse, Experiment zum nachdenken:

…Werdet ihr mir aber auch dann noch nicht gehorchen und mir zuwiderhandeln, so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen, dass ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen…

… dann sollst du ihr die Hand abhacken. Du sollst in dir kein Mitleid aufsteigen lassen…

Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft…

Wann haben wir verlernt miteinander zu reden? Ein Debattenbeitrag.

Es macht mich traurig. Manchmal sogar zornig. Immer öfter balle ich in Diskussionen die Faust, spüre wie sich mein Magen vor Wut verkrampft obgleich dieser Ignoranz, diesem Hass den die Menschen immer öfter ungeniert vor sich her tragen. Hass gegen Menschen, die sie selbst gar nicht kennen. In den vielen Gesprächen, die ich in den letzten Wochen geführt habe ist mir immer wieder aufgefallen, dass die wenigsten den Kontakt zu Geflüchteten suchen. Sie basteln sich ein Bild zurecht, das einem Abgleich mit der Wirklichkeit nie standhalten würde. Sie vorverurteilen hunderttausende Menschen, weil sie Angst davor haben, dass die uns etwas wegnehmen könnten oder noch schlimmer – etwas mitbringen: Krankheiten, Gewalt und Kriminalität. Wie oft haben Journalisten, Ehrenamtliche und viele andere schon versucht, mit Fakten diese Ängste zu widerlegen. Menschen, die teilweise täglich mit Geflüchteten zu tun haben. Die sich ihre Geschichten anhören, denen Tag für Tag aufs Neue das Herz zerbricht, die vermutlich selbst diese Wut in sich spüren. Wut auf die Ignoranz der Menschen.

Ich weiß nicht wie oft ich schon darum gebeten habe: Macht bei eurem nächsten Spaziergang doch mal einen kleinen Umweg in Richtung Asylbewerberunterkunft, sprecht mit den Leuten, macht euch selbst ein Bild von den Menschen und den Umständen, die sie zur Flucht getrieben haben. Ich kenne das. Wir leben in unserer kleinen, heilen Welt. Natürlich haben auch bei uns viele Menschen ihr Päckchen zu tragen, trotzdem geht es uns gut. Das was diese Menschen zu erzählen haben zwingt uns allerdings, unser Leben zu überdenken. Es zwingt uns, die Augen aufzumachen und die Welt als das zu sehen, was sie ist: kaputt, unmenschlich, kalt und erschreckend – aber auch warmherzig, wunderschön, hell und voller Leben. Wir müssen uns diese Geschichten anhören, das sind wir diesen Menschen schuldig. Und wir müssen diese Geschichten weiter tragen, sie den besorgten Menschen hier auf der Straße erzählen, ihnen die Augen öffnen und an ihre Menschlichkeit appellieren. Denn genau das sind wir letzten Endes doch alle: menschlich.

Einen Beitrag dazu liefert der NDR. Reporter der Sendeanstalt haben Geschichten von Geflüchteten zusammen getragen, aufgezeichnet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Bitte nehmt euch ein paar Minuten Zeit und schaut euch die Videos an. Denn nur wenn wir wieder lernen uns gegenseitig zuzuhören, werden wir anfangen uns gegenseitig zu verstehen.

 

Das Video beim NDR

 

 

Süchtig nach Jihad

Liebe Menschen, so sollte Berichterstattung aussehen.

„März 2014. Hubertus Koch (24) – Generation Komasaufen- macht sich mit Mahmuod Dahi (53) -1980 von Aleppo nach München geflüchtet- auf den Weg nach Syrien, um seinen ersten Dokumentarfilm über das Hilfsprojekt von Mahmoud Dahi und seiner Familie zu drehen.
Ohne Gefechtsszenen und blutige Frontberichte, entreißt „Süchtig nach Jihad“ die ISIS-Debatte dem Diktat der westlichen Angst und sensibilisiert für die Ohnmacht und die Not der Menschen vor Ort. Der intensive Austausch zwischen dem jungen, deutschen Filmemacher und dem tiefgläubigen Hilfsaktivisten eröffnet einen neuen Blick auf das rote Tuch, das wir „Dschihad“ nennen und er wird zum antreibenden Motiv zweier unterschiedlicher Pazifisten, die am Ende doch ganz ähnlich sind.“

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=siP-8fJ29X4&list=PLpr-NGsAGodH-qLTlmoLIUYS7vl-k7TxB Zugriff: 01.12.2015, 07:04Uhr)

Song des Cottbuser Kindermusical mit Publikumspreis geehrt

Ein Musikvideo von einem Song, der uns inhaltlich aus der Seele spricht. Er zeigt Herz, in einer von Vorurteilen geprägten Zeit. Das Video ist eine Gemeinschaftsproduktion des jungen Filmemachers Ron Petraß mit dem Cottbuser Kindermusical.

Das dieser Song bei der 1. Cottbuser Filmschau den Publikumspreis gewonnen hat, überrascht uns daher wenig.

Herzlichen Glückwunsch dafür, von unserem Adminteam.