Fragen zur Unterbringung in Cottbus – Stand 16.12.2015

Kurz vor den Feiertagen haben wir nun unsere Fragen, die wir im November an die Stadtverwaltung gegeben haben, beantwortet bekommen. Wir bedanken uns auf diesem Wege ganz herzlich beim ganzen Fachbereich Soziales und dem Integrationsbeauftragten der Stadt Cottbus, Herrn Schurmann.

1. In der der Trattendorfer Straße in Sachsendorf stehen Wohnblöcke der eG Wohnen leer. Sind diese für eine Nutzung als Asylbewerberunterkunft geplant?

Derzeit steht die Stadt Cottbus mit der eG Wohnen in Kontakt, Wohnraum für Asylbewerbende zu akquirieren. Wenn ein Wohnblock genutzt werden soll, bekommen die Anwohnenden im Umfeld eine Information, anschließend wird die breite Öffentlichkeit in Kenntnis gesetzt.

2. Wie ist die Zusammensetzung der Asylbewerber in Cottbus nach Männern, Frauen und Kindern in % ?

71 % Männer
29 % Frauen

Davon: 30 % Kinder

3. Welche Religionen haben die Asylbewerber in % hier in Cottbus?

Die Religionszugehörigkeit wird nicht erfasst.

4. Gibt es eine Statistik wie viele Asylbewerber ihre Familie nachholen und welche Größe diese im Durchschnitt haben?

Nein.

5. Wie viele Asylbewerber werden 2016, schätzungsweise, in Cottbus erwartet?

Die Prognosen werden von der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) erstellt und nach Bekanntgabe veröffentlicht. Diese liegt für 2016 noch nicht vor.

6. An wen kann man sich wenden, wenn man als Wohnungseigentümer Wohnungen als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stellen möchte?

Sie haben die Möglichkeit, sich an die Stabsstelle Asyl zu wenden, Tel. 0355 612 4000 oder fluechtlinge@cottbus.de, um Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

7. Kann man als Privatperson einen Flüchtling aufnehmen?

In der Regel ist es möglich, wenn beide Seiten einverstanden sind und verschiedene Voraussetzungen erfüllt sind. Die Interessenten müssen sich jedoch direkt zusammenfinden.

8. Stimmt es, dass in Cottbus Mieter (auch Studenten) aus ihren Wohnungen gekündigt werden, damit dort Asylbewerber einziehen können? Gerüchte gibt es dazu in Sachsendorf und Schmellwitz.

Nein.

9. Werden noch mehr Turnhallen als eine Gemeinschaftsunterkunft der Stadt oder als Erstunterkunft des Landes für Asylbewerber genutzt?

Nein.

10. Wie kann man in Kontakt mit Flüchtlingen treten, um sie für eine Freizeitgestaltung zu begeistern (Sportverein, Spiele etc.)?

Vereine haben die Möglichkeit, mittels Aushängen über Veranstaltungen zu informieren sowie in der direkten Kontaktaufnahme in Erfahrung zu bringen, welche Interessen die Geflüchteten haben. Für die Unterstützung in der Freizeitgestaltung gibt es die Möglichkeit, sich bei der Freiwilligenagentur zu melden.

11. Wie sieht es mit der Hilfe für Kinder und Jugendliche aus, die allein hier in Cottbus sind? Werden sie in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie untergebracht?

Die Aufgabe der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) haben verschiedene Träger (Jugendhilfe Cottbus gGmbH, SIN e.V., GPWO mbH) übernommen. Für alle umF ist die Bestellung eines Vormundes erforderlich.