Waldorfschüler kämpfen gegen die Abschiebung von für Mitschülern

Sehr beeindruckend! Die Schüler der Waldorfschule Cottbus setzen sich für ihre Mitschüler ein, den die Abschiebung droht.
Mit Geld und verschiedenen Aktionen wollen sie die Abschiebung verhindern – Wir hoffen ihr habt Erfolg mit dieser couragierten Aktion!

Bevor nun aber wieder unsere strammdeutschen Mitleser kommentieren, ohne den ganzen Artikel gelesen zu haben. Die 3 afghanischen Schüler sind in der Schule voll integriert und hier stellt sich einfach die Frage ob man wahllos abschieben soll, wenn diese Menschen sich in unsere Gesellschaft integriert haben, zur Schule gehen, Berufe lernen, studieren oder Arbeiten.
Davon mal abgesehen, dass Afghanistan alles andere sicher ist.

 

Hier der Artikel in der LR:

http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Cottbuser-Schueler-stehen-fuer-Fluechtlinge-ein;art1049,5882563?utm_content=buffer91f9a&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Persönliche Worte von Marcel

Wie es mich aus tiefster Seele ankotzt, diese Kommentare zu lesen. Meist abgegeben von Mitbürgern, die nichtmal der eigenen Muttersprache mächtig sind, geschweige denn aufgrund ihres Alters irgendetwas bewegendes geleistet haben können in unserer Gesellschaft. Natürlich sind es keine Nazis oder Rassisten, sondern einfach erbärmliche Arschlöcher, die sich nicht selten hinter Pseudonymen und Bildern ihrer Haustiere verstecken, mit einem mehr als fragwürdigen Weltbild, welches uns mindestens schon einmal fast in den Weltuntergang getrieben hat und das unser Ansehen wahrscheinlich für immer beschmutzen wird.
JA ein syrischer Flüchtling ist dringend tatverdächtig eine Rentnerin umgebracht zu haben und JA es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
Sollte man deshalb diesen schockierenden Umstand nutzen, um pauschal gegen Menschengruppen zu hetzen, die bei uns Zuflucht suchen? Ein klares NEIN
Solche Menschen sind für mich mindestens genauso gefährlich, wie jene, die Polizisten umfahren oder ihr Auto in Menschenmengen lenken. All das begann mit Sicherheit auch „nur“ mit einem Gedanken, welcher aus einem kranken Geist einen Mörder bzw. Attentäter gemacht hat.
 
Wir sollten zusehen, dass jeder für seine Taten schnell bestraft und natürlich gegebenenfalls auch abgeschoben wird, sollte er unser Rechts- und Wertesystem mit Füßen treten.
 
Und nun nochmal an unsere strammen, möchtegern-deutschen Stammleser, welche glauben, uns an der BTU oder irgendwo am linken Rand zu suchen:
Wir müssen euch leider enttäuschen. Wir stehen mitten in der Gesellschaft und im Leben, haben einen Job und der Großteil hat mehr als nur ein Kind. Womöglich spiegeln wir das klassische Gesellschaftsbild mehr wieder, als ihr es je könnt.

Persönliche Worte von Micha

HandgehatenSchon wieder ein Verbrechen, ein Mord, ein Attentat, eine Amokfahrt. Bestimmt ein „sogenannter“ Flüchtling. Wieder ein „tragischer“ Einzelfall. Alle abschieben. STOP!
 
Die Kommentarspalten unter Newsmeldungen von Gewalttaten glühen vor Beschuldigungen, Vermutungen, Beschimpfungen…. da haben Menschen anderen Menschen Gewalt angetan, sie überfahren, vergewaltigt oder gar ermordet. Und die meisten Facebookuser fragen sich als erstes welcher Herkunft der Täter war? Ob er südländisch aussah und selbst wenn es ein Deutscher war, das kann ja heute Jeder. Hat er denn Migrationshintergrund?
 
Ich sage, diese Facebookuser sollten sich schämen. Sie machen eine schreckliche Tat noch schlimmer in dem Sie gleich ganze Bevölkerungsgruppen mit unter Generalverdacht stellen. Am Ende fühlt sich der Deutsche unwohl, nur weil er einen syrischen Nachbarn hat oder nimmt sein Kind beiseite wenn er arabisch aussehende Menschen auf seiner Straßenseite sieht. All das hatten wir schonmal in Deutschland und es führt am Ende womöglich irgendwann zu Gewalt gegen Ausländer.
 
Immer wieder wenn heutzutage ein Verbrechen passiert, kriechen die Hetzer aus ihren Löchern und füllen die Kommentarspalten um Angst zu verbreiten und den Rechtsstaat in Misskredit zu bringen. Dabei ist Justizia blind und jeder vernünftige Mensch sollte es den Gerichten überlassen über diese Täter zu richten.
 
Egal ob Heidelberg, Müllrose oder Cottbus, den Opfern und deren Angehörigen gilt unser ganzes Mitgefühl und den Tätern, egal welcher Herkunft sie sind, die volle Härte unserer Gesetze.

Auch wenn es schwerfällt, bleiben wir bei den Fakten:

HandgehatenAuch wenn es schwerfällt, bleiben wir bei den Fakten: Eine Rentnerin aus Cottbus wurde ermordet. Der mutmaßliche Täter war zum Tatzeitpunkt minderjährig und ist syrischer Staatsbürger.
 
Auch wir sind in Gedanken bei den Angehörigen des Opfers und wünschen ihnen genug Kraft, die kommenden Monate durchzustehen. Gleichzeitig hoffen wir, dass der Täter seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Alles andere widerspräche unserem Verständnis von einem Rechtsstaat.
 
Aus Gründen der Pietät werden wir sämtliche Kommentare, die sich in irgendeiner Weise der blinden Hetze hingeben und dieses Verbrechen instrumentalisieren wollen, kommentarlos löschen.
 
In den nächsten Stunden werden sich einzelne von uns persönlich zu Wort melden. Es ist wichtiger denn je Gesicht zu zeigen und sich nicht hinter Pseudonymen und Masken zu verstecken.

Früher war alles besser…

Früher war alles besser. Früher hat man noch zusammengehalten. Früher war das auch mit den Flüchtlingen einfacher. Die hatten ja auch unsere Kultur, waren Deutsche…

…War früher alles besser? Hat das mit den Flüchtlingen so gut geklappt?
Der hier verlinkte Artikel des Spiegel zeigt, dass die Vertriebenen damals genauso wenig willkommen waren wie heute die Flüchtlinge. Dabei hatten die Menschen damals keine kulturellen Unterschiede, es waren Deutsche. Beschimpft wurden sie dennoch als „Polacken“ und „Zigeuner“. Der Artikel zeigt, dass sich die Geschehnisse ähneln, mit einem Unterschied: Deutschland ist heute eines der reichsten Länder Europas und keine Trümmerwüste wie 1945.

Hier also der Blick zurück:
http://www.spiegel.de/einestages/vertriebene-nach-zweitem-weltkrieg-millionen-suchten-zuflucht-a-1076872.html

Cottbus bekennt Farbe – Eine Nachlese

Wie heißt es im Silvesterklassiker „Dinner for one“ so schön: Same procedure as every year. Der 15. Februar ist für Cottbus ein Tag, der seit vielen Jahren mehrere Funktionen erfüllt: Einerseits gedenken wir den Opfern der Bombardierung der Stadt während des Zweiten Weltkrieges. Andererseits nutzen wir den Tag, um unser Versprechen zu erneuern, dass so etwas nie wieder passieren wird. Aber in diesem Jahr war etwas anders. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat die NPD den Tag nicht für die Darbietung ihres verschrobenen Verständnisses der deutschen Geschichte instrumentalisiert. Ein Sieg der demokratischen Bündnisse, quer durch alle Schichten der Gesellschaft.
 
Man kann sich darüber streiten, aber aus meiner Sicht war das in den Demozügen spürbar. Die teilnehmenden Leute waren gelassen, es wurde getanzt und gefeiert, gleichzeitig aber auch gemahnt. Wieder einmal muss ich sagen: Ich bin stolz auf unser gemeinsames Cottbus. Natürlich gab es Leute die nicht verstanden haben, worum es eigentlich ging. Dass die Demonstration eben nicht in erster Linie dem Gedenken galt, sondern dass wir Cottbus zu einem Gebiet erklärt haben, in dem alle Platz haben und nebeneinander statt gegeneinander leben können. Dass es den ganzen Tag über im kompletten Stadtgebiet Veranstaltungen gab, deren Zweck eben jenes Erinnern war. Dazu erreichte uns beispielsweise ein kurzer Bericht der Veranstaltung in Schmellwitz:
 
„Der Muckeplatz in Schmellwitz ist heute Schauplatz des Gedenkens, gleichzeitig aber auch verschiedenster Aktionen gegen rassistische Umtriebe geworden. Rund 30 Leute waren mit dabei. Besonders beeindruckt haben mich die Schüler des Humboldt-Gymnasium, die mit Hilfe eines „PoetrySlams“ viele zum Nachdenken angeregt haben. Außerdem stellten sich Schüler vor, die sich im Projekt Schule ohne Rassismus engagieren, indem sie viele Aktionen zu Themen wie Toleranz, Akzeptanz und Flüchtlingshilfe veranstalten. Danach gab es zu diesem Thema noch eine Ausstellung im Kulturladen, bevor es dann in die Innenstadt zu den Demonstrationen ging.“
 
Ja, auch uns erreichten Berichte, Schüler wären zum Demonstrieren gezwungen worden. Abgesehen davon, dass die Demo nach Schulschluss stattfand: Auch auf Nachfrage konnte uns keiner eine dieser Schulen nennen, in denen Schüler gezwungen worden wären. Das spricht erst einmal für sich.
Was hängen bleiben muss von diesem 15. Februar ist folgendes: Wir sind nicht allein. Wir propagieren Zusammenhalt statt Hass. Wir können etwas bewirken, wenn wir denn nur wollen. Gemeinsam. Danke dafür <3

Ein Etappensieg für die Humanität

Plakat-deutschEs ist ruhiger geworden in Cottbus. Die erschreckenden Demonstrationen in Sachsendorf liegen mittlerweile ein Jahr zurück, Cogida hat sich der überwältigenden Gegenwehr der Cottbuser geschlagen gegeben, selbst die NPD zieht bei ihren Demonstrationen mittlerweile nur noch eine Hand voll Sympathisanten an.

Deswegen ist es auch auf unserer Seite in den letzten Monaten stiller geworden. Unser Credo: Wir müssen euch nicht täglich mit neuen Informationen füttern. Da gibt es andere, die das umfangreicher und weitreichenstärker können als wir. Was wir aber definitiv müssen: Wir melden uns zu Wort, sobald es die Situation erfordert.

So wie jetzt. Zwar haben wir keine eigene Aktion wie im letzten Jahr zum Gedenktag der Bombardierung auf Cottbus aber wir beteiligen uns an den vielfältigen Aktionen im Stadtgebiet und wollen Euch dazu aufrufen, auch mitzumachen! Denn auch wenn wir einen Etappensieg für die Humanität erreicht haben – der Kampf gegen Rassismus, Ausgrenzung und Unmenschlichkeit ist noch im vollen Gange. Es liegt weiterhin an uns allen zu verhindern, dass der Hass noch weiter in die Köpfe der Menschen sickert und sich dort festsetzt. Dafür braucht es Aktionen wie
„Solidarität statt Angst! Cottbus für Alle!“

Auch wenn die NPD diesmal wohl nicht marschieren wird, ist es uns wichtig in dieser unruhigen Zeit zu mahnen zu gedenken und Gesicht gegen Rassismus und eine Menschenverachtende Ideologie zu zeigen.

Hier ist der offizielle Aufruf zu „Cottbus bekennt Farbe“ am 15. Februar 2017:

http://www.cottbuser-aufbruch.de/de/aktuelles/2017-02-07-103600-pressemitteilung.html

Alle Demorouten:
http://www.cottbuser-aufbruch.de/de/aktuelles/2017-01-27-085000-cottbus-bekennt-farbe-demorouten.html

Und Infos zur Gedenkveranstaltung in Schmellwitz:
http://www.bv-schmellwitz.de/2017/02/01/fuer-toleranz-gegen-rassismus-schmellwitz-bekennt-farbe/

EGMR-Urteil – Muslimas müssen zum Schwimmunterricht

Etwas untergegangen im Tenor des nächtlichen Naziaufmarsches und der sexuellen Belästigung einer Frau hier in Cottbus, ist das Urteil des europäischen Menschenrechtsgerichtshofes. Muslimische Eltern dürfen ihre Töchter nicht mehr im Namen der Religion vom Schwimmunterricht fern halten.Das klingt im ersten Moment recht unspektakulär, aber es hat eine große Signalwirkung auf die soziale Integration von Menschen ausländischer Herkunft.

Mit diesem Urteil wird speziell den Kindern die Integration vereinfacht, können sie doch nicht frei entscheiden. Grundsätzlich sollte die freie Religionsausübung nicht über dem Bildungs- und Erziehungsauftrag in den Schulen stehen, denn sonst erschaffen wir Parallelkulturen die jegliche Integration verhindern. Kompromisse sind hierbei immer notwendig und stehen dabei nicht im Gegensatz zur Glaubensfreiheit.

Hier der Artikel zum Urteil:
https://www.tagesschau.de/ausland/egmr-schwimmunterricht-muslime-101.html

CORRECTIV-Serie über die Medien der Neuen Rechten

Medien spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle, sie beeinflussen Meinung von Bürgern und Politikern gleichermaßen und können sogar Wahlen beeinflussen. Dabei unterscheiden speziell Rechte in die sog. „Lügenpresse“ und in ihre eigenen Quellen.
Bestes Beispiel aus dem US-Wahlkampf ist das in Deutschland noch recht unbekannte Portal „Breitbart-News“, welches sogar die Dortmunder Polizei in den letzten Tagen zu einer Stellungnahme veranlasste (Spiegel berichtete):

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/dortmund-polizei-reagiert-auf-breitbart-horrormeldung-zu-silvester-a-1128787.html

Doch ist das Phänomen der Beeinflussung, fernab der Mainstream-Medien, nicht neu. Einigen dieser fragwürdigen Nachrichtenportalen geht die Seite: https://correctiv.org in einer ganzen Serie auf den Grund. Diese Portale werden hauptsächlich von der neuen Rechten als Sprachrohr verwendet aber auch von linken Anhängern, wegen der anti-amerikanischen Haltung, als Informationsquelle genutzt.
Analysiert werden in dieser lesenswerten Serie Inhalte, Macher und Zielgruppen der jeweiligen Portale.

Hier die direkten Links:

1.) Warum wir über die Medien der Neuen Rechten berichten (Interview mit der Autorin Camillia Kohrs)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/27/medien-editorial/

2.) Junge Freiheit (Dieter Stein)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/27/medien-junge-freiheit/?edit_off

3.) Compact (Jürgen Elsässer)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/28/medien-compact-juergen-elsaesser/

4.) Sezession (Götz Kubitschek)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/29/medien-sezession-kubitschek/

5.) KenFM (Ken Jebsen)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/30/medien-kenfm-ken-jebsen/

6.) Politically Incorrect PI-News (anonym)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/02/medien-pi-news-politically-incorrect/

7.) Kopp-Verlag (Jochen Kopp)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/03/medien-kopp-verlag/

8.) RT Deutsch (Jasmin Kosubek)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/04/medien-RT-RTdeutsch-russia-today/