EGMR-Urteil – Muslimas müssen zum Schwimmunterricht

Etwas untergegangen im Tenor des nächtlichen Naziaufmarsches und der sexuellen Belästigung einer Frau hier in Cottbus, ist das Urteil des europäischen Menschenrechtsgerichtshofes. Muslimische Eltern dürfen ihre Töchter nicht mehr im Namen der Religion vom Schwimmunterricht fern halten.Das klingt im ersten Moment recht unspektakulär, aber es hat eine große Signalwirkung auf die soziale Integration von Menschen ausländischer Herkunft.

Mit diesem Urteil wird speziell den Kindern die Integration vereinfacht, können sie doch nicht frei entscheiden. Grundsätzlich sollte die freie Religionsausübung nicht über dem Bildungs- und Erziehungsauftrag in den Schulen stehen, denn sonst erschaffen wir Parallelkulturen die jegliche Integration verhindern. Kompromisse sind hierbei immer notwendig und stehen dabei nicht im Gegensatz zur Glaubensfreiheit.

Hier der Artikel zum Urteil:
https://www.tagesschau.de/ausland/egmr-schwimmunterricht-muslime-101.html

CORRECTIV-Serie über die Medien der Neuen Rechten

Medien spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle, sie beeinflussen Meinung von Bürgern und Politikern gleichermaßen und können sogar Wahlen beeinflussen. Dabei unterscheiden speziell Rechte in die sog. „Lügenpresse“ und in ihre eigenen Quellen.
Bestes Beispiel aus dem US-Wahlkampf ist das in Deutschland noch recht unbekannte Portal „Breitbart-News“, welches sogar die Dortmunder Polizei in den letzten Tagen zu einer Stellungnahme veranlasste (Spiegel berichtete):

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/dortmund-polizei-reagiert-auf-breitbart-horrormeldung-zu-silvester-a-1128787.html

Doch ist das Phänomen der Beeinflussung, fernab der Mainstream-Medien, nicht neu. Einigen dieser fragwürdigen Nachrichtenportalen geht die Seite: https://correctiv.org in einer ganzen Serie auf den Grund. Diese Portale werden hauptsächlich von der neuen Rechten als Sprachrohr verwendet aber auch von linken Anhängern, wegen der anti-amerikanischen Haltung, als Informationsquelle genutzt.
Analysiert werden in dieser lesenswerten Serie Inhalte, Macher und Zielgruppen der jeweiligen Portale.

Hier die direkten Links:

1.) Warum wir über die Medien der Neuen Rechten berichten (Interview mit der Autorin Camillia Kohrs)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/27/medien-editorial/

2.) Junge Freiheit (Dieter Stein)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/27/medien-junge-freiheit/?edit_off

3.) Compact (Jürgen Elsässer)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/28/medien-compact-juergen-elsaesser/

4.) Sezession (Götz Kubitschek)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/29/medien-sezession-kubitschek/

5.) KenFM (Ken Jebsen)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/30/medien-kenfm-ken-jebsen/

6.) Politically Incorrect PI-News (anonym)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/02/medien-pi-news-politically-incorrect/

7.) Kopp-Verlag (Jochen Kopp)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/03/medien-kopp-verlag/

8.) RT Deutsch (Jasmin Kosubek)
https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2017/01/04/medien-RT-RTdeutsch-russia-today/

kolumne_swDer vermutliche Anschlag von Berlin hat auch uns fassungslos gemacht. Mindestens 12 Menschen sind gestorben, dutzende weitere sind verletzt.

Was treibt einen Menschen zu einer solch grausamen Tat? In aller erster Linie der Hass auf Menschlichkeit. Es sind genau solche Taten und Menschen, vor denen die, die bei uns Schutz suchen, geflohen sind.

Berlin zeigt aber auch einmal mehr, dass sich Populisten und rechte Hetzer nicht zu schade sind, schon wenige Minuten nach der Tat Leichenfledderei zu betreiben und auf dem Rücken der Opfer und all derer, die jetzt in Sippenhaft genommen werden, ihre Ideologie unter das Volk zu streuen und den Hass noch tiefer zu verwurzeln. Das alles für ein paar Stimmen mehr bei der nächsten Wahl. Aus diesem Grund werden wir reißerische Beiträge unter dieser Veröffentlichung kommentarlos löschen.

Wir bitten euch: Fallt nicht auf die billigen Tricks dieser Leute rein. Teilt nicht ihre Beiträge auf Facebook und Twitter, verfallt nicht in Hysterie oder Schockstarre. Vielmehr geht es nun wieder darum, in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer zu sein und auch denen beizustehen, die nicht direkt davon betroffen, vielleicht aber durch diese Tat tief verunsichert worden sind. Auch denen sollten wir jetzt beistehen, die nun von wem auch immer unter Generalverdachte gestellt werden, die mit dem Attentäter aber genauso wenig zu tun hatten, wie der Cottbuser Christ mit Anders Breivik. Nehmen wir uns ein Beispiel an Norwegen: Einen Tag nach Breivik kam das Land zusammen und beschwor die Menschlichkeit.

Denn das, was wir jetzt am dringendsten brauchen, ist genau das: Zusammenhalt und Menschlichkeit.

#PrayForBerlin

Gefühlten Wahrheit versus Realität

Wir haben es immer vermutet, doch haben wir nun den statistischen Beleg. Wenn man blanke Zahlen hat, kann man kaum von einer islamischen Invasion reden. Die letzten Monate haben sich rechte Parteien allerdings sehr bemüht, Zahlen im Kopf der Menschen zu schaffen, die Angst machen. Nun haben wir einen interessanten Vergleich zwischen der gefühlten Wahrheit und der Realität:

Hier der ganze Artikel auf Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gefuehlte-wahrheit-deutsche-schaetzen-anteil-der-muslime-viel-zu-hoch-a-1125901.html

Spendenaufruf

15202630_372225149789452_8660981241763748888_nKristina aus Kiew ist erst 25 Jahre alt – und muss sich mit dem Gedanken abfinden, unter Umständen nicht mehr viel älter zu werden. Denn, Kristina leidet an akuter Leukämie und Hepatitis B. Eigentlich wollte sie einen Kurzurlaub in Dresden verbringen, gemeinsam mit einer Freundin noch einmal spaß haben, bevor das Studium wiederbeginnt. Diese Reise endete nun aber vorerst im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum. Die ganze Geschichte wurde beispielsweise im Magazin hermann zusammengefasst, auch LTV, Antenne Brandenburg und andere Medien haben darüber berichtet (wir verlinken euch ein paar der Berichte weiter unten).

Warum das große mediale Echo? Kristina braucht Geld. Ihre Krankenversicherung zahlt nicht für den Aufenthalt in Deutschland, die geschätzten Kosten für die Behandlung werden aber vermutlich die 250.000 Euro-Marke knacken. Sollte das Geld nicht zusammenkommen, droht ihr die Rücküberführung in die Ukraine.

Das ganze Team dieser Seite wünscht Kristina von Herzen alles Gute und hofft, dass genug Geld zusammenkommt. Liebe Cottbuser, bereit für ein kleines Weihnachtswunder? Wer ein paar Euro drüber hat und diese spenden möchte, findet die dafür notwendigen Daten auf dem an diesen Beitrag angehefteten Plakat.

Link hermann: http://www.hermannimnetz.de/…/hilflos-in-einem-fremden-land/

Link LTV: http://www.lausitz-tv.de/beitrag/4507/kristina-braucht-hilfe

Gedenken an die Reichspogromnacht – Der Bundespräsident in Cottbus

Die aktuellen Ereignisse lassen uns derzeit vieles vergessen. Deshalb wollen wir gerade heute an die Vergangenheit erinnern.
Am Abend des 09. November 1938 war für viele jüdische Bürger nichts mehr so wie am Tag zuvor. In der Nacht zum 10. November wurden deutschlandweit zahlreiche jüdische Geschäfte zerstört oder geplündert, Familien aus ihren Häusern gezogen, gedemütigt, geschlagen oder sogar getötet. Es war die Pogromnacht, die der Beginn einer unvorstellbaren Leidensgeschichte war.

Auch in Cottbus wurden Geschäfte geplündert und die Synagoge in der heutigen Karl-Liebknecht-Straße zerstört, nur eine Gedenktafel am Eingang der Stadtwerke erinnert noch an das Gotteshaus. Es ist kaum vorstellbar, dass wir heute wieder eine Synagoge in Cottbus haben. So erfüllt es uns schon ein bisschen mit Stolz wenn der Bundespräsident in unsere Stadt kommt, um an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht teilzunehmen und sich dabei auch die neue Synagoge anschaut. Cottbus beweist mit dieser Synagoge, dass Glaubensfreiheit in unserer Stadt mehr als nur ein Wort ist. Möge keine Wahl der Welt etwas daran ändern.

Fotos: Michael Heger

Angst!?

Man fragt sich immer öfter, wie entsteht der große Zufluss der neuen Rechten. Eigentlich ganz einfach, sie bedienen sich einem Urinstinkt -der Angst- .
Eigentlich ganz clever, sicherte es uns doch in unseren Anfängen das Überleben, vertrauen wir natürlich auch heute oft blind darauf.
ABER
Was wir innerhalb der Jahrmillionen gelernt haben ist, Zusammenhänge zu begreifen, Empathie zu empfinden und vor allem aus Fehlern zu lernen. Das ist es, was uns mittlerweile vom Affen unterscheidet…den einen mehr, den anderen weniger.

Die „Patrioten Cottbus“ und das Problem mit der Relevanz

HandgehatenDie Geschichte der selbsternannten Patrioten Cottbus war von Anfang an begleitet von Pleiten, Pech und der offensichtlichen Unfähigkeit der Protagonisten. Die wiederum, auch das ist Teil dieser Geschichte aus dem Hause Absurdistan, zu einem Großteil noch nicht einmal Cottbuser sind.

Eigentlich ist die ganze Geschichte kaum der Rede wert, wir haben für euch die Ereignisse rund um diesen Tag der Vollständigkeit halber trotzdem zusammengefasst. Anfang Oktober erstellt Lutz M. bei Facebook eine Veranstaltung und lädt zu einer Kundgebung „Gegen Asylmissbrauch“ auf den Erich-Kästner-Platz in Cottbus. Blöd nur: Er vergaß scheinbar die Kundgebung auch tatsächlich anzumelden. Die Leute vom Piccolo-Theater wiederum nutzten diesen Fehler und meldeten kurzerhand eine eigene Veranstaltung an.

Wer ein echter Patriot sein will, lässt sich davon natürlich nicht beirren. Und so wurde die Kundgebung auf den wesentlich unattraktiveren Parkplatz gegenüber verlegt, angeblich angemeldet für 1.000 Menschen. Das anvisierte Ziel wurde letzten Endes auch nur knapp verfehlt. Um 965 Menschen, um ganz genau zu sein. Daran konnte auch die bundesweit bekannte Frontfrau verschiedener fremdenfeindlicher Bewegungen, Ester Seitz, nichts ändern.

Außerdem mit dabei: eine Dresdenerin, die unter anderem mit fremdenfeindlichen Demonstrationen in Heidenau aufgefallen ist, sowie ein besonders fragwürdiger Vertreter der Mahnwachen-Bewegung aus Weißwasser, der unter anderem auch bei der Cottbuser Mahnwache über mehrere Wochen hinweg mitgewirkt hat. Auch ein Vertreter der so genannten Reichsbürger hat sich zu Wort gemeldet. Diese im Vorfeld schon angekündigten Redner sind bei den gut 35 Teilnehmern im Übrigen schon eingerechnet. Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass solche Demonstrationen in Cottbus keinen Zuspruch finden, erinnern wir uns an die letzten 15. Februar-Demos oder die von der NPD inszenierten Läufe durch Sachsendorf Ende 2015. Zeitgleich ist aber auch in unserer Stadt die Zahl von vermutlichen oder tatsächlichen rechtsextremen Übergriffen wieder stark gestiegen. Es sind zwei Seiten einer Entwicklung, die wir auf jeden Fall weiter kritisch begleiten werden.

Was bleiben wird von diesem Tag, ist eine Feststellung von jener schon oben genannten Ester Seitz: Diese Veranstaltung hätte symbolischen Charakter. Mit Blick auf die Teilnehmerzahler ist dem nichts mehr hinzuzufügen.